Robert Steinbacher

Jahrgang:1977
Geburtsort:Deutschland
Wohnort:Deutschand / USA

Lebensmotto: 

Leben ist Bewegung, Bewegung ist Veränderung.  Nur wer bereit ist etwas zu ändern, kann auch etwas bewegen!

Wie hat deine sportliche Laufbahn und deine Trainerlaufbahn begonnen? / Wann?

Meine Laufbahn habe ich schon mit 5 Jahren als Kunstturner begonnen und viele Titel gewonnen. Im Alter von 13 habe ich mit Fitness angefangen.  Anfang der 90er Jahre habe ich für Reebok getanzt und die bodyART Marke im Jahre 1994 angemeldet. Zwischen 1996 – 1999 bin ich immer zwischen Deutschland und Amerika hin- und hergependelt. Ich habe eine Tanzausbildung gemacht – 1997 am Broadway / Broadway Dance Center und so begann meine Karriere als Profitänzer und Backgroundtänzer + Showtänzer. 

Warum bist du Trainerin? Was gefällt dir am meisten an diesem „Beruf“? Hast du einen „normalen“ Beruf erlernt?

Bei mir gabs immer 2 verschiedene Tätigkeiten einmal der Performer und ich ging 1999 in die Schweiz dort habe ich getanzt,  Profitanz – viele Shows, Modeshows,  Entertainmentshows und auf der anderen Seite der Ausbilder, wo ich schon immer geglaubt habe, dass der Mensch eine Einheit ist aus Körper, Geist und Seele und somit bevor Yoga und bevor Pilates überhaupt in der Fitnessbranche bekannt wurde , habe ich begonnen als Vorreiter als Pionier in der Fitnessindustrie ein ganzheitliches Konzept zu kreieren mit bodyART und dort wollte ich das Gegenteil von Performance.  Ich wollte den Menschen wirklich verändern.  Zuvor habe ich noch einen Beruf erlernt als Erzieher und Bewegungstherapeut für behinderte Kinder und habe dort mit drogenabhängigen Jugendlichen und behinderten Kindern gearbeitet und habe einfach dort bemerkt, dass der Impuls von Heilung im Innen und in der Selbstheilung und in dem Annehmen von sich Selbst und in der Liebe von sich Selbst liegt. Und ich wusste die Menschheit wird an einen Punkt kommen, wo Reflexion wichtiger ist als Performance und nur das Image.

 Gefallen hat mir an meinem Beruf, dass es nie ein Beruf war, sondern  ich – ich bin Künstler und das ist etwas, dass kriegt man nie weg –  so wie eine Hautfarbe oder so wie eine bestimmte Passion, die stärker ist, wie man selbst. Diesem Ruf bin ich immer nachgegangen und dieses Nachgehen an Passion, Inspiration, Ideen und Kultur, Kunst und Reisen habe ich versucht bei den Menschen wiederzufinden und den Menschen wieder zu geben,  widerzuspiegeln bis heute und diese Symbiose aus Kunst, Erfahrung, Leidenschaft und das Menschen wiederum geben und zusehen wie es die Menschen freut, das ist das, was mir den meisten Spaß macht, egal ob es dann ein Entertainer ist oder ob es dann letztendlich ein Ausbilder ist. Es kommt immer darauf an, welche Passion du in dir trägst und in welcher Form du dies bei den Menschen wieder entfachen kannst als Künstler für diese Leidenschaft das ist das was mir Spaß macht.

Was machst du neben deiner Tätigkeit als Trainer noch? Und ich habe gehört, du willst deine Trainer- / Ausbildertätigkeit an den Nagel hängen – was sind deine neuen Pläne?

Wenn ich nicht als Trainer tätig bin, ich sehe mich nicht als Trainer –  sondern als Künstler.  Nebenbei arbeite ich noch als Goldschmied und mache Schmuck.  Und ich reise durch die Welt und letztendlich hole ich mir dort für beides die Inspiration. Ich organisiere mit meiner neuen Firma inZENtive Reisen – Erlebnisreisen und SelbstDevelopment-Reisen, wo sich der Mensch findet mit meinem Mehrwert – dies war schon lange mein Plan und nun setze ich es um.

 Was ich jetzt tue nach 28 Jahren Karriere oder sagen wir mal fast 30 Jahren Karriere, wo ich mit Fitness begonnen habe, gehe ich jetzt einfach auf eine Reise durch die Welt und tue nichts und entdecke mich, wer bin ich hinter dieser ganzen Marke oder wer bin ich hinter dem, was mich jahrelang definiert hat und das ist das, was jetzt laut wird und das was ich jetzt ausleben möchte.

Welche Stundenprofile unterrichtest du bzw. hast du  unterrichtet? 

Du hast ein eigenes Studio in der Schweiz?  Welche Pläne gibt es weiter? Deine Pläne richten sich dabei auf die USA. Wie soll dein Leben aussehen?

Meine Stundenprofile sind die, die ich erfunden habe. Ich bin der Besitzer einer Firma bodyART Akademie, einer Onlinefirma bodyART Akademie, der deepWORK Firma. Ich habe zusammen mit Profitänzern am Broadway vor Covid ein Konzept mit dem Namen Warrior Five kreiert, dass werde ich noch weiterführen. Ich habe mein eigenes bodyART Studio in Zürich (internationale Headquarter) mit 2 Stockwerken. Es ist ziemlich groß und im Zentrum von Zürich. Mein Ziel ist das Studio in New York zu eröffnen, dann werde ich den ganzen Sommer in der USA verbringen. D.h. ich möchte die eine Hälfte meines Lebens in der USA und in Südamerika – und die andere Hälfte in der Schweiz verbringen. Ich habe auch noch eine Oma – meine Großmutter in Bayern, die ist mir sehr wichtig ist und ich hoffe, sie lebt noch sehr lange -deshalb wird es mich immer wieder nach Europa zurückziehen, sollte sie diese Erde verlassen (und das wird sie irgendwann mit jetzt schon 90), dann werde ich eventuell Europa ganz verlassen. Das ist mein persönliches Ziel.

 

Ich habe eine neue bodyART Life Academy eröffnet. Alle Leser dieses Interviews erhalten einen Monat gratis bei bodyART Life. (Dafür erhälst du einen Code über Trainer meets Trainer.)  // Claudia: Ich freu mich total über dein tolles Angebot und hoffentlich die Leser auch.

Welche Ausbildung hast du selber besucht und welche Ausbildung hat dich am meisten inspiriert bzw vielleicht auch wer?

Persönlich bin ich ja Therapeut für behinderte Kinder und habe dort sehr viele Ausbildungen gemacht, im Bereich Missbrauch, körperlicher Missbrauch, Drogenmissbrauch, die haben mich am meisten geprägt, denn diese beschreiben die systematische Aufstellung eines Menschen, die mir im Fitnessbereich immer sehr geholfen hat und somit auch zum Bestand von bodyART global beigetragen hat.  Persönlich habe ich eine Mentorin, sie heißt Teal Swan.

Ich war lange Fan von Tina Turner und Tony Robbins.  Und ich bin jetzt sehr, sehr viel unterwegs mit Selfdevelopment, Coaching, Therapie und bau mir eben anhand dieser Urlaube und anhand meiner Trainings, die inZENtive heißen,  eine Welt zwischen Spiritualität, Selbstliebe, Sport Mehrwert und Kunst.

 

Die meisten meiner Ausbildungen habe ich mit USA absolviert. Ich hab dort sehr viele  Vorbilder als Tänzer mein großes Vorbild war Sheila Barker ,die immer noch bekanntesten Jazz-Lehrerin in New York.  Sie wird jetzt über 60 sein und gibt immer noch 10 – 20 Stunden in der Woche und ist eine begnadeten Tänzerin.  Eine Inspiration für mich ist auch einer meiner Ausbildertrainer Daniel Ryan Beck, der choreografiert und getanzt hat für Kylie Minoque und Beyonce. Er ist für mich einfach ein Mensch, der mir als Künstler so nahe steht, dass wir uns gegenseitig verstehen und sonst meine größte Inspiration ist meine Großmutter.  Sie hat mich immer am Boden gehalten und ihre Form von Leben und von Demut und von Menschlichkeit und Liebe ist für mich die größte Inspiration, die mir jemals begegnet durfte, wofür ich ihr am dankbarsten bin und sie wird mich weiter über ihr Lebens hinaus und bis zum Ende von meinem Lebens begleiten.

 

Meine größte Motivation ist und war Tina Turner.

Du hast bereits angedeutet, dass du nicht mehr als Ausbilder (bzw. nur noch selten) tätig sein wirst. Wohin geht dein Weg?

Ich habe 27 Jahre lang Menschen ausgebildet – quer um den Globus und ich glaube, ich könnte diese Menschen gar nicht erzählen wie viele Tausende von Trainern ich begleiten konnte in über 25 Ländern oder quer durch diese Welt in fast 3 Jahrzehnten und für mich ich hab den Ausbilderstatus jetzt niedergelegt seit 2022. Ich bilde nicht mehr aus,  denn darin liegt nicht mehr meine Passion. Manchmal freue ich mich hier und da eine Ausbildung geben zu können, aber dieses Kapitel ist in meinem Leben jetzt zu. Ich möchte mich mehr dem Endverbrauchermarkt widmen, den Menschen die auf meinen Reisen mitkommen, Erlebnisse, Begegnungen, Selbstreflektion und mich auch als Person kennenlernen und auszubilden war etwas was mich erfüllt hat über Jahrzehnte und jetzt ist es an der Zeit weiterzugehen und neue Dinge zu tun. Das heißt nicht, dass ich vielleicht ein zweimal im Jahr eine Ausbildung mache, wenn ich dazu Lust habe, aber davon leben überlasse ich jetzt meinem Team, meinen jungen Ausbildern und die Leute, die ich zu Ausbildern gemacht habe und auch inspirieren konnte für mich zu arbeiten. Denjenigen stehe ich als Mentor bei und ja als Kreativdirektor und auch als Markeninhaber.

Wie hast du dein bodyART Training entwickelt? Wie ist es dazu gekommen?

bodyART Training habe ich entwickelt 1994 und es basiert auf der TCM, der traditionellen chinesische Medizin und dort nach den 5 Elementen zusammen mit Alex Le (ab 1999). Gemeinsam haben wir in 25 Länder das Programm weitergeben, dort sind Schulen entstanden u.a. Ich habe die globale Markenzertifizierung und so ist bodyART global eine der bekanntesten Body- und Mind-Marken geworden.

ich hatte das nie vor und es war nie mein Plan, sondern ich denke, wenn Leidenschaft sich entfachen kann mit Authentizität und Ehrlichkeit und wenn man immer dahinter steht etwas zu tun an das, was man glaubt dann und nicht nur aus Geld wegen oder aus Erfolgen, sondern aus reiner Überzeugung, dann multiplizieren sich Dinge allein im Leben egal ob im Sport oder persönlich oder in der Arbeit.

Ich denke auch bodyART ist noch nicht am Punkt angelangt, wo das volle Potenzial ausgeschöpfen ist. Wir bewegen uns seit Covid erst in dem Verbrauchermarkt. Es gibt einen unheimlichen Erfolg jetzt auch bei den Verbrauchern.  Und so geht es wieder zum Trainermarkt. Es kommen immer mehr Studios.  Unsere Partner sind die Robinson Clubs und viele Studioketten.  Wir fangen an die ersten Bodyart Studios zu bauen. Die Merchandising Produkte werden mehr,  die Produkte gehen vom Trainermarkt zum Verbrauchermarkt und immer mehr Menschen möchten bodyART trainieren oder identifizieren sich mit der Marke und das braucht jetzt Markenpflege, Marketing Companies – unsere sitzt in Berlin oder auch in New York – es braucht auch Strategien, mehrere Geschäftsführer, viele Sekretärinnen und  hinter der bodyART Marke sowie der deepWORK-Marke sitzt eine große Maschinerie an Profis, die ja die Marke zu dem machen, was sie jetzt ist.  Mein kleines Baby wurde zum Erwachsenen,  ist herangewachsen und ist jetzt in der Verantwortung von ganz vielen Menschen, die sich damit  identifizieren. Jetzt wird ganz wichtig die Message hinter einem Produkt zu pflegen oder hinter einem Training auch zu bewahren. Das ist und macht ganz viel Arbeit, wo ganz viele Menschen, Zeit, Energie und Herzblut reinstecken.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Einiges ist schon im ganzen Interview bereits mitgeschwungen. 

Die Pläne für meine Zukunft sind folgendermaßen: Ich habe eine neue Firma eröffnet, die heißt inZENtive. Ich bin der Inhaber – zusammen meiner neuen Partnerin / Geschäftspartnerin, Nicole aus England, organisieren wir Reisen, wo Festival sind durch die ganze Welt. Ich buche Loges in Afrika oder in Ibiza oder in Indonesien oder in anderen Orten dieser Welt, wo man einfach Abenteuer mit Self-Development verbinden kann. So fliege ich durch die ganze Welt.

Nebenbei für mich ganz persönlich habe ich ein kleines Zimmer in New York und die Möglichkeit in Mexiko und Südamerika zu sein und werde dort ab Juli erstmal hingehen. Mein großes Ziel ist es nicht mehr von der Schweiz zu reisen, sondern von dort, wo immer das sein wird, in die Schweiz manchmal zu reisen.  Es ist mein ganz großes Ziel jetzt zu entdecken, wer ist der Robert Steinbacher hinter 3 Jahrzehnten Welterfolg. Ich habe alles erreicht in meinem Leben, was ich wollte, es gibt keinen Traum vom Fitness und vom Tanz der mir noch nicht erfüllt wurde und klar gibt es dort noch weiterhin Ziele oder Dinge, die ich noch umsetzen will, aber sie sind nicht auf meiner To do Liste der oberste Punkt. Aber ich bin Anfang 40 und habe noch eine große Reise vor mir, wenn ich noch ein bisschen leben darf und von dem her, weiß ich ok jetzt – möchte ich feststellen, wer ist der Robert hinter dieser ganzen Marke und auch nochmal weggehen aus Europa und um den Künstler kennenzulernen. Ich habe mein Leben lang Kunst studiert und habe Tanz in New York studiert und dieses Kapitel ist noch nicht geschlossen, es hat nichts zu tun mit meinen Marken, nichts mit Fitness oder Tanz, nichts mit Performance, sondern es ist für mich einfach nur ein Weggehen ohne irgendwas zu tun und dem Universum einfach mal die Möglichkeit zu lassen auf mich alles zukommen zu lassen, was sein muss und da freu ich mich unglaublich drauf.

aktualisiert: 30.04.2022