Yin Yoga – passives Dehnen

Yin Yoga wurde in den späten 1980er Jahren von Paul Grilley entwickelt. Die Haltungen sind auch vorher schon in der Hatha Yoga Pradipika bekannt gewesen, aber so richtig bekannt wurde Yin Yoga erst durch Paul Grilley.

Paul Grilley wurde in der Zeit von seinem durch seine Tao Yoga Praxis und seinen eigenen Lehrer Paulie Zink beeinflusst. In der heutigen Zeit findet es immer mehr Beachtung, in Nordamerika und in Europa ist Yin Yoga bereits ein fester Bestandteil der Yoga Praxis.

Yin Yoga wurde von Paul Grilley als „ The quiet Practice” bezeichnet. Es  hilft uns dabei, die tiefer liegenden Schichten des Körpers zu erreichen. Auch unser Seelenwohl erhält einen Platz. Zu Beginn war Paul Grilley fasziniert von dem Konzept langgehaltener Asanas, hieraus entwickelte er dann ein komplett eigenes Konzept welches lediglich aus passiven Yin Yogahaltungen bestand.

Passive Dehnung

„Es war nie meine Absicht, Yin Yoga als ein selbstständiges System von Asanas darzustellen, weil Yin Yoga in seiner Definition unvollständig ist. Allerdings war es, und bleibt, meine Absicht Yin Yoga als Ergänzung zu Yang-Formen des Körpertrainings dazu zu nehmen.” P. Grilley

Im Yin Yoga ist der Fokus auf der Dehnung des tieferliegenden Bindegewebes. So bietet es einen wunderbaren Rahmen, um tiefer verwurzelte Spannungen und Blockaden zu lösen.  Yin Yoga wirkt so auf der physischen, körperlichen Ebene und auf der energetischen Ebene.

Auf den ersten Blick sieht es einfach und leicht aus, beinhaltet aber durchaus auch fordernde Haltungen. Das lange Halten der Asanas, die Zeit mit sich selbst und die tiefe Dehnung gibt den Teilnehmer:innen Zeit für Spüren und Fühlen.

Auf diese Weise lehrt Yin Yoga uns, dass wir selbst unser bester Lehrer sind.

Die im Yin Yoga eingesetzten Hilfsmitteln dienen der Ausrichtung und Unterstützung, die Haltungen werden durchschnittlich ca. 3-5 Minuten gehalten.

Yin Yoga dehnt aktiv unterschiedliche Bereiche im Körper. ( mit passiven Haltungen).

Yin Yoga unterstützt dich dabei, Gelenke geschmeidig zu halten; Faszien und Bindegewebe zu entspannen, Blockaden aufzulösen und wird ergänzend zu einer Yang Praxis eingesetzt.

 

Informationen von Sunita Ehlers, Yogalehrerin, Yin Yoga-Ausbilderin

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